manic musette   sa 20. Aug 2022    19.30 Uhr

Joanna Novotny

 

Christian Vetsch

 

Musikstil?                   etwas zwischen

französischem Chanson  & Folk-Pop

 

schulzimmerkonzert.ch:

"Was bedeutet das 'manic' in eurem Namen?"  Christian Vetsch: "Bei unserer Namensgebung haben wir mit verschiedenen Ideen jongliert.

Das "Musette" fanden wir relativ schnell, da wir ja doch den einen oder anderen Song so bissel Chanson / Musette mässig antriggern.

Aber eben: dann mischen wir dann doch wieder mal etwas Jazz rein, dann mal wieder etwas Reaggea, dann klingts wieder mal bissel grooviger... es ist einfach nicht so ganz "artenrein". Deswegen - um so bissel der "crazyness" vom Stilmix gerecht zu werden - haben wir das Manic davorgesetzt :-) 


Christian Vetsch

Chrigi, der Saitenprofi, ist musikalisch mit allen Wassern gewaschen. Seine erste Banderfahrung war mit eine der prägendsten: Als Gründungsmitglied von The Hilarious Blues- & Funkband sammelte er noch als Teenager Bühnenerfahrung an weit über 100 Konzerten. Bis ins Programm des legendären Little Big One in Liechtenstein schaffte es die Band, gemeinsam mit so illustren Namen wie Sister Sledge, Ce Ce Rogers, Xavier Naidoo oder Nena. Auch als Support-Act von The Manfred Mann's Earth Band konnte die Band brillieren.

 

Anfang Zwanzig zog es Chrigi nach Frankfurt an die Frankfurter Musikwerkstatt, einer kleinen, aber feinen Jazz-Hochschule. Ende 2012 trat er der Bluesrock-Formation Whiskeytrain als Lead- und Rhythmus-Gitarrist bei und begleitete die Band bis zur Aufnahme ihres ersten Albums. In der Zeit entdeckte er auch immer mehr seine Stimme, erst als Zweit- dann auch in einzelnen Songs als Leadstimme.

 

Aus dem Wunsch nach einer ruhigeren Singer-Songwriter-Formation entstanden Fishing Bears, zuerst als Duo mit der Sängerin Marina Wolgensinger. Bald wurde aus den Bären eine fünfköpfige Band, Simon Zbinden am Bass, Marcel Stulz am Cajon und Matthieu Gutbub am Cello, und gemeinsam spielten sie eine EP ein, My Own (2015).

 

Chrigis breite musikalische Erfahrung spiegelt sich auch in seinen Songs wider. Sie klingen mal nach Jazz, mal nach Blues, dann wieder nach Classic Rock oder auch mal nach Lagerfeuer. Seine Songs haben oft eine melancholische Note, sind manchmal schwebend, oder auch einfach sehr verspielt.

Joanna Novotny

Der erste Song, den Joanna geschrieben hat, war ein Unfall. Sie wollte nur eine uralte Gitarre neu besaiten – und schwups, plötzlich war da ein Lied. Das hat Joanna zuerst ganz schön geärgert, denn eigentlich wollte die ausgebildete Pianistin gar nie als Sängerin auf einer Bühne stehen. Doch wenn die Muse ruft, muss man folgen, und so biss sie in den verführerischen, aber zuerst doch etwas sauren Apfel. Mit den Jahren fand sie auch die Süsse im Songwriting, im Gesang und im Gitarrenspiel, und sie übte sich auch als Instrumentalistin in verschiedenen Bands, mal am Piano, dann wieder an der Gitarre. So kam das Selbstvertrauen, und mit der Zeit wurde immer klarer, dass sie ihre eigenen Lieder mit einer Band umsetzen möchte. Mit Manic Musette hat sie nun ein Projekt gefunden, das perfekt zu ihr passt: Im Bandraum wird diskutiert. wild ausprobiert und manchmal auch gleich Neues komponiert. Eine kreative Mischung mit Anspruch.

 

Wenn man wissen will, woher die Ideen für ihre Songs kommen, ist Joanna meistens überfragt, so unterschiedlich sind die Inspirationen für Harmonien und Worte. Doch Vorsicht: Nicht jedes „Ich“ in den Texten ist einfach mit Joanna gleichzusetzen. Sie hat sich zu lange mit Literatur beschäftigt, als dass sie es nicht geniessen würde, ihre Hörer*innen manchmal aufs Glatteis zu führen, wild zu fabulieren und Figuren zu erfinden. Ein Lied ist für Joanna eine (auch manchmal geflunkerte) Kurzgeschichte mit Tönen, die das Erzählte untermalen – oder auch durchkreuzen. Am meisten Spass hat Joanna dort, wo es eingängig und gefällig klingt, aber doch auch anderes mitschwingt, und genau das zelebrieren Manic Musette.